Sonderausstellung 2008

23. April - 30. November

Heiligtümer der Druiden -

Opfer & Rituale bei den Kelten

Die maßstabgetreue Errichtung des Heiligtums von Roseldorf (3. Jh. v. Chr.) im archäologischen Freigelände des Museums bietet Anlass den Kulturhandlungen und Ritualen der Kelten eine eigene Ausstellung zu widmen. Die Druiden zählten zur geistigen Elite der Kelten. Als "Weise" verfügten sie über umfassendes Wissen und waren Zeremonienmeister der rituellen Handlungen. Vieles aus ihrem Wirken bleibt allerdings Spekulation.

Brachten die Kelten Menschenopfer dar? Was bedeuten ihre Rituale? Die Ausstellung versucht anhand archäologischer Funde die Glaubenswelt der Kelten in ihrer gesamten Vielfalt darzustellen. Götterdarstellungen, Waffen und Werkzeuge sowie außergewöhnliche Grabbeigaben bilden dabei kleine Mosaiksteinchen.

Als Menschen des 21. Jahrhunderts werden wir uns wohl nie ganz in die Glaubenswelt der Kelten hineinversetzten können. Ihre Geisteswelt können wir nur erahnen.

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Rückblick

Sonderausstellungen 2007
Heldengrab im Niemandsland
führt in die Zeit der ungarischen Streifzüge nach Westeuropa und versetzt den Besucher in die Welt des 10. Jh. n. Chr. Im Mittelpunkt steht das Grab eines jungen Reiters, der fern seiner Heimat mit großem Prunk bestattet worden ist.

100.000 Jahre Sex

Die Ausstellung macht anhand archäologischer Objekte deutlich, wie unterschiedlich der Mensch im Laufe der Geschichte mit seiner Sexualität und mit dem Thema ‚Sexualität, Liebe, Erotik' umging: Von der natürlichen Arterhaltung über die Verehrung der weiblichen Fruchtbarkeit, von öffentlich vollzogenem, kultischem Beischlaf über die sexuelle Freizügigkeit der Griechen, von christlicher Reglementierung bis hin zu viktorianischer Prüderie. „100.000 Jahre Sex” erweisen sich als ein Stück Kulturgeschichte mit oft überraschenden Wendungen.

Rund 250 originelle, bisweilen auch skurrile Fundstücke beleuchten unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten das Thema von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit. Zu sehen sind steinzeitliche Venusstatuetten, eisenzeitliche Kultfiguren, griechische und römische Erotika, Votive und Amulette, die ältesten erhaltenen Kondome und Keuschheitsgürtel.


Sonderausstellung 2006:
Donau, Fürsten und Druiden - Die Kelten entlang der Donau
beschäftigte sich mit mächtigen keltischen Fürsten, reichen Siedlungen, Warenverkehr in den mediterranen Raum und blutigen Ritualen. Als internationales Projekt gibt die Ausstellung neue Einblicke in das Leben der Kelten in Österreich und Süddeutschland.

Sonderausstellung 2005: Die Pfahlbauer
150 Jahre Pfahlbauforschung - ausgewählte Objekte aus Schweizer Pfahlbausiedlungen.

Sonderausstellung 2004: Die Illyrer
Die Ausstellung aus Albanien in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Univ. Wien beleuchtete ein vergessenes Volk der vorchristlichen Eisenzeit.